Ausstellung: Jugendstil skurril. Carl Strathmann

Im Münchner Stadtmuseum befindet sich der Nachlass des Jugendstilkünstlers Carl Strathmann (Düsseldorf 1866–1939 München). Insgesamt sind es knapp 500 Objekte, die alle Aspekte seines Schaffens abbilden, darunter Ölgemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafik sowie Textilien und Möbel. Von frühen akademischen Studienarbeiten über großformatige symbolistische Historiendarstellungen, genreartige Arbeiten, Karikaturen und Illustrationen bis hin zu Landschaftsgemälden und phantastischen Blumenstillleben reicht die thematische Bandbreite.

Den Zeitgenossen war der dandyhaft-verschrobene Künstler wohlbekannt. Er verkehrte in allerlei Künstlergesellschaften und war sehr gut mit Lovis Corinth und Peter Behrens befreundet. Gemeinsam mit Behrens, Richard Riemerschmid, August Endell und Bruno Paul zählte auch Strathmann zu den Pionieren des Jugendstils in München. Trotzdem blieb er stets eine "Sonderposition" im Kunstbetrieb. Mit einer höchst originellen, ornamentverliebten Detailversessenheit schuf sich der Künstler eine ganz eigene und bisweilen sehr skurrile Bildwelt.

Alice Strathmann, der einzigen Tochter des Künstlers, ist es zu verdanken, dass der künstlerische Nachlass ihres Vaters in den 1960er Jahren im Münchner Stadtmuseum landete. Vom 15. März bis 22. September 2019 fand hier unter dem Titel "Jugendstil skurril. Carl Strathmann" eine große Ausstellung statt, in deren Zuge erstmals die eigenen Bestände Strathmanns wissenschaftlich erschlossen und publiziert wurden. Dieses Album der Sammlung Online bietet einen Rückblick auf einige Highlightwerke der Ausstellung und präsentiert zusätzlich Objekte, die damals nicht zu sehen waren.

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