Fotografie: Naturstudien von Georg Maria Eckert in der Sammlung Siegert

Georg Maria Eckert (1828–1901), geprägt durch seine klassische Kunstausbildung, setzte als einer der ersten perspektivische und räumliche Aufteilung in der Fotografie ein und gilt als deutscher Pionier fotografischer Naturstudien. Als solcher ist er mit einer großen Anzahl an Werken in der Sammlung Siegert vertreten, in der frühe Fotografie aus Deutschland zusammengetragen wurde.

Eckert absolvierte zunächst ein Studium der Malerei und arbeitete als Zeichner, ehe er sich Ende der 1860er-Jahre der Fotografie zuwandte. Er fotografierte bedeutende Bauwerke in Heidelberg, Karlsruhe, Nürnberg und Stuttgart und widmete sich schließlich der Ruinenarchitektur und Natur um das Heidelberger Schloss. Da Eckert seine fotografischen Studien als Hilfsmittel für den akademischen Zeichenunterricht anfertigte, betonen die Aufnahmen häufig spezifische Motive und lenken die Aufmerksamkeit des Betrachtenden auf signifikante Details. 1871 veröffentlichte er die Bilder in seinen "Studien nach der Natur für Maler und Architekten".

Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Hypo-Kulturstiftung und der Wüstenrot Stiftung erwarb das Münchner Stadtmuseum 2014 die Fotosammlung des Münchner Filmproduzenten Dietmar Siegert. Die rund 8400 Fotografien von ca. 1840 bis 1890 bieten ein breites Spektrum an Motiven und reichen von Porträts über Landschaftsaufnahmen und Naturstudien bis hin zu Fotografien der Schauplätze der deutschen Einigungskriege von 1864–71.

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