Fotografie: Porträt

Eine gewerbliche Porträtfotografie etabliert sich bereits in der Frühzeit der Fotografie. In den Fotoateliers lassen sich das wohlhabende Bürgertum, der Klerus und Adel in repräsentativen Posen ablichten. Um 1900 findet eine Erneuerung der Bildnisfotografie statt. Die künstlerisch ambitionierten Amateure haben sich von den stereotypen Konventionen der Berufsfotografie befreit und verlassen das Atelier, zeitgleich entstehen sogenannte Freilichtakte in der Natur.

In der zeitgenössischen Fotografie gehört das Porträt zu den wichtigen und sich immer wieder neu formulierenden bildnerischen Inhalten.

Die ästhetischen Ansätze reichen vom Dokumentarischen bis zur Inszenierung, von der Neuformulierung ikonografischer Bildtraditionen bis hin zur künstlerischen Beschäftigung mit Aspekten der Amateurfotografie oder der Abstraktion als formale Reflexion des Themas. Sowohl das Individualbildnis wie das Porträt in seiner Reproduzierbarkeit und seinem Verfremdungspotenzial kommen nebeneinander zur Wirkung.

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