München in Zeiten von Corona – Fotografien von Olaf Otto Becker

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie begab sich der Fotograf Olaf Otto Becker in München auf fotografische Spurensuche. Becker dokumentierte mit seiner Großbildkamera die Folgen und Auswirkungen der unsichtbaren Bedrohung durch die Virusepidemie, die das öffentliche Leben innerhalb der Stadt radikal und nachhaltig veränderte. Wo sich normalerweise täglich tausende Passanten durch die Straßen tummeln, herrschte nun im Stadtraum meist gähnende Leere. Viele Geschäfte hatten ihre Auslagen ausgeräumt. Schilder informierten über die temporäre Schließung. Das Leben schien zum Stillstand gekommen zu sein.

Neben den Aufnahmen vom neuen Erscheinungsbild der Stadt gehören zu der Serie auch zahlreiche Porträts von Menschen, denen der Fotograf auf seinen Streifzügen durch München begegnete und die einwilligten, sich von ihm fotografieren zu lassen. Bei Beckers Fotografien handelt es sich um sorgfältig komponierte Darstellungen, denen zugleich eine poetische Qualität zu eigen ist.

In den letzten drei Jahrzehnten ist Olaf Otto Becker international bekannt geworden als Landschaftsfotograf. In seinen Langzeit-Dokumentationen beschäftigte er sich mit den Veränderungen der Naturlandschaft in scheinbar unberührten und intakten Regionen wie Grönland oder im südamerikanischen Urwald. Oder in seinen eigenen Worten: „Ich bin besonders daran interessiert, die sichtbaren Spuren menschlicher Überbevölkerung zu dokumentieren, die in der Natur zurückbleiben.“

Die Fotografien von Olaf Otto Becker waren während des coronabedingten Lockdowns in 2020 als erste rein digitale Ausstellung auf der Website des Münchner Stadtmuseums zu sehen.

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