Puppentheater: Marionettentheater 'Die Klappe'

Das 1957 u.a. von Ben Vornholt gegründete Marionettentheater "Die Klappe. Das Kabarett an Fäden" gehört mit seinen abstrakten, allegorischen Szenenprogrammen zur Avantgarde des künstlerischen Puppentheaters in der Nachkriegszeit. Wie bei anderen zeitgenössischen Amateurtheatern steht die Wiederentdeckung der Kunst der 1920er und 1930er Jahre am Anfang einer Suche nach neuen Ausdrucksformen. Zentral in den kurzen Szenen, die häufig auf Sprache verzichteten, sind Gestaltung und Bewegung der Figuren und Objekte. 1963 ist "Die Klappe" auf der documenta 3 vertreten, sie gewinnt zahlreiche Preise. Mitarbeiter in der frühen Zeit bis Mitte der 1970er Jahre sind Ulrich Oelssner, Hans C. Schultz und Armin Schreiber, sowie Vornholts erste Ehefrau Elisabeth Köhler. Seit 1977 bis zur Stillegung der Bühne 1997 wird Vornholts zweite Ehefrau Maria Vornholt wichtigste Mitarbeiterin. 2010 gelangte der künstlerische Nachlass Ben Vornholts als Schenkung der Familien Köhler / Vornholt / Schütz in den Besitz des Münchner Stadtmuseums.

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