Stadtkultur: Ein Querschnitt durch die Sammlung

Die Bestände der Sammlung Stadtkultur wurden seit der Gründung des Museums 1888 aufgebaut. Die Sammlungsstrategie war den Wandlungen von Museumskonzepten durch all diese Jahrzehnte unterworfen und so weisen die Objekte eine starke Heterogenität auf.

Im Historischen Museum der Stadt München fanden hier die funktionslos gewordenen Objekte der Zünfte ihren neuen Platz, genauso wie die Objekte, die die Bürger*innen zur Ausübung ihrer Pflichten benötigt hatten. Überkommene Ausstattungen des bürgerlichen Haushalts fanden jederzeit den Weg ins Münchner Stadtmuseum, genauso wie Utensilien der religiösen Praxis. Das Sammeln von Spielen und Spielzeugen, genauso wie von Puppen mit ihrem Umfeld in Miniatur nahm in der Vergangenheit einen großen Raum ein. Aus diesem Fokus auf die Erziehung lässt sich auch das Interesse für Schulbücher erklären, die durch Kochbücher ergänzt wurden.

Diese als volkskundlich bezeichnete Sammlung versucht die Auswahl der Sammlung Online in diesem Album widerzuspiegeln, genauso wie neue Punkte der Aufmerksamkeit, die in der Münchner Stadtkultur der Gegenwart verankert sind. Der Sammlungsfokus liegt auf signifikanten Themen für die Stadt München nach 1960: Nacht, Wirtschaft, Raumaneignung, LGBTI* und Migration.

Die beiden letztgenannten Themen haben neuerdings eine besondere Vertiefung in der Sammlungsarbeit erfahren und werden deshalb exemplarisch in eigenen Alben repräsentiert. In der Fortschreibung der Sammlung Online werden Beispiele für andere Themen folgen, mit denen wir uns derzeit intensiv beschäftigen.

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