Datierung
1899/1900
Objektart
Besteck
Material
Silber, Stahl, geschmiedet
Maße
19,6 cm | 20,2 cm | 24 cm
Signatur / Beschriftung
Mond, Krone, 800, RR (ligiert), Firmenzeichen VW (ligiert) im Rechteck
Ausgestellt
nein
Sammlung
Angewandte Kunst
Inventarnummer
K-86/3
Zugang
Schenkung 1986
Werktext
Die Besteckteile gehören zu den früheren Versuchen Richard Riemerschmids, die Gestaltung von Essbestecken zu reformieren. Die Zeitschrift "Dekorative Kunst" (2. Jg., 1899, S. 145) hob dies besonders bezüglich der Gabel mit den paarweise zusammengefassten Zinken hervor: “Wir haben so viele Speisen, deren flüssiger Bestandteil durch die langen Zinken der Gabel rinnt und bei denen es doch nicht üblich ist, den Löffel oder gar das Messer zu verwenden.“ Riemerschmids originelle formale Lösung würde diesen Verlusten entgegenwirken. Besonders der Griff des Messers käme außerdem der Sitte entgegen, das Instrument am äußeren Ende und mit ausgestrecktem Zeigefinger zu halten.

[Ausst.-Kat. Die anständige Lust. Von Esskultur und Tafelsitten, hrsg. von Ulrike Zischka, Hans Ottomeyer und Susanne Bäumler, München 1993, S. 289]
Creditline
Münchner Stadtmuseum, Sammlung Angewandte Kunst
Zitiervorschlag / Permalink
Richard Riemerschmid, Silberwarenfabrik Bruckmann & Söhne, Messer, Gabel und Löffel, 1899/1900, Silber, Stahl, geschmiedet, 19,6 cm | 20,2 cm | 24 cm, Münchner Stadtmuseum, Sammlung Angewandte Kunst
https://sammlungonline.muenchner-stadtmuseum.de/objekt/messer-gabel-und-loeffel-10162292

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