Objektart
Schrank
Material
Eiche massiv und furniert, Ahorn und Ebenholz eingelegt, verzinntes Eisen (Beschläge)
Maße
160 cm x 70 cm x 53 cm
Ausgestellt
nein
Sammlung
Angewandte Kunst
Inventarnummer
M-66/3452
Zugang
Schenkung 1966
Werktext
Der Karlsruher Architekt Hermann Billing hatte im Jahre 1899 das erste Mal die Möglichkeit, sich mit einer Raumausstattung an einer Ausstellung zu beteiligen. Seine "Deutsche Stube" nahm auf der Deutschen Kunstausstellung in Dresden einen von 15 Räumen ein, die für das neue Kunstgewerbe des Jugendstils zur Verfügung gestellt wurden. Es ist nur ein Foto mit der Eckansicht dieses Raumes in der Zeitschrift "Deutsche Kunst und Dekoration" überliefert (1899, Band IV, S. 508). In der Abbildung, die den Blick zum Eingang zeigt, ist auf der linken Seite ein Kabinettschrank zu sehen, über dessen Verbleib nichts bekannt ist. Auf die andere Seite des Eingangs plazierte Billing die Sofabank (Inventar-Nr. M-66/3449.1-2), die sich heute zusammen mit dem rechts daran gebauten Schrank, einer Armlehnbank mit Truhenunterbau (Inventar-Nr. M-66/3453.1-2) und zwei Aufsatzschränkchen (Inventar-Nrn. M-66/3454, M-66/3455) im Besitz des Münchner Stadtmuseums befindet. Die Möbel sind in einem extrem archaisierenden Historismus gehalten. Ein Anschluss an den Jugendstil lässt sich nur an den übergreifenden, kurvenlinearen Beschlägen mit stilisierten Knospenformen erkennen.

[Hans Ottomeyer (Hg.), Michaela Rammert-Götz: Jugendstilmöbel. Katalog der Möbelsammlung des Münchner Stadtmuseums, München 1988, S. 116]
Creditline
Münchner Stadtmuseum, Sammlung Angewandte Kunst
Zitiervorschlag / Permalink
Hermann Billing, G. Bausback, Schrank, M-66/3452
https://sammlungonline.muenchner-stadtmuseum.de/objekt/schrank-10000630.html