Ausstellung: Ready to go! Schuhe bewegen

These Shoes are made for walking, dancing, running... Schuhe sind unsere ständigen Begleiter, sie schützen uns vor Umwelteinflüssen, können etwas über unseren sozialen Status verraten oder bringen unser Outfit auf den Punkt. Sie sagen also viel über uns aus und geben uns gleichzeitig die Möglichkeit, uns zu verkleiden; und das seit jeher. In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Schuh immer wieder neu erfunden, nahm immer wieder neue Silhouetten an und wurde so zu einem Indikator seiner Zeit.

Die Exponate der Ausstellung "Ready to go! Schuhe bewegen" begleiten durch Sternstunden der Modegeschichte. Zudem beleuchten sie die Transformation des Schuhs mit all seinen neuen und wiederkehrenden Elementen.

Charakteristisch für die Mode in der Barockzeit waren Schuhe mit bis zu 20 cm Absatz – auch für den Mann. In der Zeit des Klassizismus wiederum spiegelte die schlichte Eleganz des Schuhwerks nicht die Standesunterschiede, sondern die klassischen Ideale der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – wider. Im 20. Jahrhundert zeichnete sich ein durchwachsenes Bild ab: In der Kriegs- und Nachkriegszeit war bei der Schuhherstellung Einfallsreichtum gefragt, da es an allerlei Materialien mangelte. In den wirtschaftlich starken 50er Jahren stand beim Damenschuh mit seiner engen Schuhspitze und dem hohen Pfennigabsatz nicht die Bequemlichkeit im Vordergrund: der neugewonnen Wohlstand sollte repräsentiert werden. Darauf folgten in den 70er Jahren hohe, dicke und knallbunte Plateau-Schuhe, die von der Jugend vor allem als Protest gegen das konservative Establishment getragen wurden.

Heute wird der Schuh vom/der Träger*/in neu interpretiert. Denn es ist egal, ob man Highheels, Gesundheitssandalen, Turnschuhe oder Cowboy-Boots zur Abendgarderobe kombiniert – alles ist erlaubt.

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