Von Parish Kostümbibliothek: Zeitschriften

Die Von Parish Kostümbibliothek gehört zu den größten und umfassendsten Fachsammlungen ihrer Art. Sie trägt den Namen ihrer Begründerin Hermine von Parish (Rom 1907–1998 München), die ihr Leben lang mit großer Leidenschaft Bücher, Zeitschriften, Grafik und jegliches Bildmaterial zur Bekleidung und Körpergestaltung des Menschen sammelte.

1970 vermachte sie ihr Lebenswerk der Stadt München für das Münchner Stadtmuseum. Bibliothek und Sammlung befinden sich in der 1901 errichteten Nymphenburger Jugendstilvilla, in der Hermine von Parish sechzig Jahre ihres Lebens verbrachte. Im Zentrum der Sammlung steht die europäische Kostümgeschichte. Darüber hinaus sind Bücher und Abbildungen von nahezu jeglicher Bekleidung und Körpergestaltung weltweit und aus allen Epochen vorhanden. Die beständig wachsende Sammlung umfasst derzeit ca. 10.000 Bücher und 2.000 Zeitschriftenbände, zudem 3.500 Stehsammler mit Einzelheften. Ein Großteil der gebundenen Bücher sind reich illustrierte Werke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Der Bestand von 1.500 verschiedenen Zeitschriftentiteln, beginnend mit teils raren Ausgaben aus dem 18. Jahrhundert, ist von weltweitem Rang. 30 internationale Modejournale sind fortlaufend abonniert. Ein zentraler Bestandteil der Sammlung ist das Bildarchiv mit 43.000 Grafiken und 30.000 Fotographien. Die Dokumentation umfasst 4.000 Archivschachteln mit rund 1,5 Mio. Einheiten, die chronologisch und systematisch geordnet sind. Zusammen mit der bereits 1899 öffentlich zugänglich gemachten Lipperheideschen Kostümbibliothek in Berlin zählt die Von Parish Kostümbibliothek damit zu den weltweit größten Spezialbibliotheken zur Kostümgeschichte.

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