Licht an! Lampen und Leuchtobjekte

In ihrer heutigen Form bringt die Lampe erst seit rund 140 Jahren Licht ins Dunkel. Die Patentierung der Glühbirne 1880 durch Thomas Alva Edison markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Beleuchtung. Vor der Erfindung des elektrischen Lichts war Feuer die einzige Lichtquelle. Zu den frühesten Lampen gehört die Öllampe, die bereits vor der Kerze Verwendung fand. Insbesondere in der Antike verbreiteten sich die mit Fett gefüllten Schalen aus Ton, Stein oder Bronze, die über einen Docht entzündet wurden. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Brennstoff Öl zunächst durch die Gaslampe und schließlich durch die Elektrifizierung abgelöst.

Doch Lampen bieten längst nicht nur Funktionalität. Sie sind ästhetische Objekte, umgesetzt in einer Vielfalt von Material und Design. Ihre Gestaltung orientierte sich zumeist an den dominierenden Stilrichtungen der jeweiligen Epoche. Die Jugendstillampe des späten 19. Jahrhunderts beispielsweise zeichnete sich durch geschwungene Linien und florale dekorative Elemente aus. Im frühen 20. Jahrhundert hingegen etablierte sich – gemäß der Bauhaus-Maxime „Form folgt Funktion“ – eine moderne, klare Formsprache.

Mit einer Installation aus Lampen und Leuchtobjekten von Münchner*innen stimmt das Künstlerduo Brunner/Ritz vom 8. November 2023 bis 7. Januar 2024 allabendlich in den Fenstern des Münchner Stadtmuseums eine Lichtkomposition an und lässt das Haus vor seiner Schließung am 8. Januar 2024 noch einmal leuchten. 

Mehr Informationen zum Projekt "Brunner/Ritz: Leihgabe"

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