bez. l. u.: Nach der Natur gez. v. Krazeisen.; r. u.: Gedr. von Selb.; im Bild: Hanfstaengl fc. 1828.
Ehemals Sammlung Joseph Maillinger
Ioannis Makrygiannis
(1797 – 1864)
Nach der Ermordung seiner Familie wuchs Ioannis Makrygiannis in der Obhut eines griechischen Beamten im Dienste Ali Paschas von Ioannina auf. 1820 wurde er als mutmaßlicher Sympathisant Ali Paschas, der den griechischen Aufstand unterstützte, von der loyalen osmanischen Verwaltung festgenommen. Makrygiannis konnte jedoch fliehen und schloss sich den Armatolen in Zentralgriechenland an, die gegen die osmanische Fremdherrschaft kämpften. 1824 wurde er zum General ernannt und war an zahlreichen Kämpfen beteiligt. Nach dem Unabhängigkeitskrieg hegte Makrygiannis gegenüber den politischen Eliten des entstehenden Staates eine höchst kritische Haltung, die ihm eine mehrjährige Haftstrafe als Staatsfeind einbrachte. Beim griechischen Volk dagegen erfreute er sich bis zu seinem Tod 1864 großer Beliebtheit.
Lit. Mazarakis-Aenian, Filippos: Katalog 83. Ioannis Makrygiannis. In: Baumstark, Reinhold [Hrsg.]: Das neue Hellas. Griechen und Bayern zur Zeit Ludwigs I., Katalog zur Ausstellung des Bayerischen Nationalmuseums München, München 1999, S. 269.
Münchner Stadtmuseum, Sammlung Graphik / Gemälde